| Ackern für guten Zweck |
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| PRESSE 2009 | ||||||
| Geschrieben von: Michael | ||||||
| Dienstag, 08. Dezember 2009 um 11:07 Uhr | ||||||
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Artikel aus der NWZ vom 05.12.2009:
Kreis Göppingen. "Mitmachen Ehrensache" lautet der Titel der jährlichen landesweiten Aktion, bei der gestern wieder Jugendliche für den guten Zweck jobbten.
Wie bereits im letzten Jahr, setzten sich am gestrigen landesweiten Aktionstag "Mitmachen Ehrensache" erneut zahlreiche Jugendliche im Kreis Göppingen für den guten Zweck ein. Träger der Aktion, bei der die Jugendlichen in unterschiedlichen Unternehmen einen Tag lang mitarbeiten und das verdiente Geld für jeweils regional ausgewählte Projekte - meist aus dem Bereich der Jugendarbeit - spenden, ist die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft und die Jugendstiftung Baden-Württemberg.
Im Landkreis koordiniert das Aktionsbüro des Kreisjugendrings Göppingen unter der Leitung von Thomas Franz die verschiedenen Einsätze. Prominente Unterstützung gab es wie schon im vergangenen Jahr von Profi-Boxer Firat Arslan. Gemeinsam mit dem Kreisjugendring-Team besuchte er gestern insgesamt fünf Stationen im Kreisgebiet, bei denen Jugendliche Arbeitsluft schnupperten. Mit Zuschauen allein war es allerdings nicht getan: Erste Anlaufstellen war am Morgen die Entsorgung- und Transport GmbH (ETG) in Holzheim. Für zwei Stunden tauschten Firat Arslan und sein Krafttrainer Ted Lackner ihre Straßenkleidung in die neongelbe Berufskleidung des Entsorgertrupps und schwangen sich auf die Trittbretter des Müllwagens, um mit Profi Karl Brenner Mülltonnen in Heiningen zu leeren. Der freute sich über die Unterstützung. "Ich arbeite schon seit 30 Jahren bei der ETG, da kennt man nach und nach seine Kundschaft", schmunzelt Brenner, als er beim Leeren einer Mülltonne freundlich von deren Besitzer gegrüßt wird. "Auch für solche Jobs darf man sich nicht zu schade sein, schließlich ist die Aktion ja auch für den guten Zweck", betont Arslan, der zügig eine volle Mülltonne nach der anderen leert. "Das ist ein echt harter Job", zollt er den Profi-Entsorgern Respekt. Schließlich seien diese bei jedem Wetter im Einsatz, "egal ob es nun in Strömen regnet oder schneit". Für die Jugendlichen will Arslan mit seiner tatkräftigen Mitarbeit Vorbild sein. Gerade für die jungen Leute selbst habe die Aktion - neben dem sozialen Aspekt - viele Vorteile, ist sich Thomas Franz sicher. "Während ihres Arbeitstags können sie erste Kontakte zum Betrieb knüpfen. Das hilft eventuell bei der späteren Jobwahl, außerdem bleibt man auch den jeweiligen Vorgesetzten im Gedächtnis, was hilfreich sein kann", so Franz. Gestern Vormittag waren bereits 100 bestätigte Arbeitsverträge in der Leitstelle eingegangen, die die teilnehmenden Jugendlichen für den Projekttag benötigen. Für diesen einen Tag werden sie von der Schule freigestellt. Laut Jugendarbeitsschutzgesetz darf man ab 13 Jahren zwei Stunden mit einer leichten Tätigkeit beschäftigt werden, ab 15 Jahren für acht Stunden. Innerhalb von 14 Tagen sollte der erarbeitete Lohn - der Mindestbetrag pro Stunde beträgt fünf Euro - auf das Aktionskonto eingezahlt werden. Auch im kommenden Jahr soll das Projekt weitergeführt werden, so Franz.
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