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Jahresbericht 2005 Drucken E-Mail
Jahresberichte
Geschrieben von: Kreisjugendring Göppingen   
Freitag, 07. April 2006 um 12:36 Uhr

Vorwort des Vorstands


Liebe Mitmenschen aus den Verbänden,

vor euch liegt der Bericht des Kreisjugendringes über das Jahr 2005. Ein Jahr in dem sich wieder vieles bewegt hat. Der Kreisjugendring ist nun um die Klippen herumgeschifft die aus der Vergangenheit noch unter der Oberfläche standen. Nun, nicht zuletzt nach interessanten Auseinandersetzungen, ist klar: der KJR ist die Interessensvertretung der Jugendarbeit treibenden Verbände.

Vieles von dem was im letzten Jahr erarbeitet, geplant und erreicht wurde merkt man erst hinterher. Es ist das eine Aufsehen zu erregen, uns war es wichtig für die Jugendarbeit Gehör zu verschaffen. Viel Aufmerksamkeit wurde auf die Arbeit, die mit viel Liebe und Motivation in den Verbänden läuft, gelenkt. So haben z.B. Mitglieder des Kreistages bei der Aktion "Wir schicken den Kreistag in die Ferien" hautnah miterlebt was bei Freizeiten geleistet wird. Keiner der Besuchenden wird nun über eine Streichung der Zuschüsse reden. Trotz klammer Kassen ist er oder sie sich sicher: die Arbeit gehört unterstützt.

Auch mit euch in den Verbänden haben wir uns auf den Weg gemacht. Wir haben unseren Wert dargestellt in dem wir Standards formuliert haben. Standards von denen die wenigsten wussten außer eben denjenigen die in der Jugendarbeit tätig sind. Das was wir als Jugendarbeiter oder Jugendarbeiterinnen machen ist gut, richtig und wichtig.

Gleichsam einer Speerspitze für die Jugendarbeit ist der KJR jugendpolitisch tätig geworden. Wesentlich mehr als in den letzten Jahren ist allen die Entscheidungen fällen, ob in Politik oder Verwaltung, klar geworden: man urteilt nicht über Jugendarbeit sondern muss mit ihr rechnen. Dabei war immer klar, dass dieses Auftreten und wahr nehmen der Interessen der Jugendarbeit die genuine Aufgabe des Kreisjugendringes ist. Gemeinsam sind wir wer, das wurde klar.

Wir wollen in dem kommenden Jahr weiter in diese Richtungen stoßen, aber dabei nie vergessen wer unsere Basis ist: jeder einzelne unserer Mitgliedsverbände. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wir arbeiten nicht für die UNO oder sonstige wichtige Einrichtungen, sondern für Euren Verband.

Auf ein weiteres gutes Miteinander

Volker Landskron
1. Vorsitzender

 

Bericht aus der Geschäftsstelle:

Das Jahr 2005 war davon geprägt, die Arbeit des Kreisjugendrings als Dachverband der kinder- und jugendarbeittreibenden Vereine und Verbände im Landkreis zu positionieren. Der nachfolgende Bericht soll als grober Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Kreisjugendrings Göppingen im Jahr 2005 dienen.


Delegiertenversammlungen:

Die erste Delegiertenversammlung des Jahres 2005, die so genannte Sonder DV, diente dazu, die Standards der verbandlichen Jugendarbeit für unseren Landkreis auszuarbeiten. Die Initiative hierfür erfolgte durch den Jugendhilfeausschuss. Die Ergebnisse sollen in den neu auszuarbeitenden Kreisjugendplan miteinfließen.

An der zweiten Delegiertenversammlung am 16.03.2005 wurde die bisherige Arbeit des KJR vorgestellt und die Weichen für weitere Projekte des Jahres 2005 gestellt (Jahresbericht 2004, Haushaltsbeschluss und Jahresplanung 2005).
Darüber hinaus wurden einige Satzungsänderungen beschlossen u.a. die neue inhaltliche Ausrichtung des Verwaltungsrats.

Die dritte Delegiertenversammlung am 08.11.2005 befasste sich schwerpunktmäßig mit der Neuwahl des Vorstands, einem Rückblick auf die Jugendhilfeausschussarbeit und der Aktion "Wir schicken den Kreistag in die Ferien".


Verwaltungsratssitzungen:
Der Verwaltungsrat beschäftigte sich in seinen drei Sitzungen hauptsächlich mit der Vorbereitung der Delegiertenversammlungen und der thematischen Neuausrichtung seiner eigenen zukünftigen Arbeit. Der Haushaltsplan für das Jahr 2005 wurde vom Verwaltungsrat mit geplant und verabschiedet.

Am 22.06.2005 fand eine Verwaltungsratssitzung mit dem Schwerpunktthema Gründung einer Jugendstiftung im Landkreis Göppingen statt. Hierbei wurde über das Für und Wieder einer solchen Stiftung diskutiert. An diesem Thema wird in den kommenden Jahren weitergearbeitet.


Vorstandsarbeit:
Der Vorstand traf sich im Jahr 2005 zu neun Vorstandssitzungen und zu einer Vorstandsklausur an einem Samstagvormittag. Themenschwerpunkte des Jahres waren:
> Stärkung der jugendpolitischen Interessensvertretung auf Landkreisebene
> Stärkung der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und anderen Freien Trägern der Jugendhilfe
> Bundestagswahl 2005
> Entwicklung eines Fortbildungsangebots für die Mitgliedsverbände
> Organisation der Aktion "Wir schicken den Kreistag in die Ferien"
> Mittelbeschaffung für die personelle Unterstützung von JUZIF (Jugendzentren im Filstal)
> Ausarbeitung des Leitfadens für neue Delegierte


Finanzen:
Der KJR begann das Jahr 2005 mit ca. 10.000 € an Rücklagen. Im Laufe des Jahres konnte diese Höhe gehalten werden. Der KJR beendet das Jahr 2005 mit einem Jahresüberschuss von rund 500 €.


Verbandsarbeit:
Der KJR wird auf Dauer als Dachverband nur überleben, wenn er einen engen Kontakt zu seinen Mitgliedern pflegt und nach Außen hin offen agiert. Daher besuchten Vorstände des KJR Veranstaltungen der Mitglieder und der Geschäftsführer im Laufe des Jahres die meisten Mitgliedsverbände. Die bearbeiteten Themen reichten über Finanzierungsmöglichkeiten, Nachwuchsarbeit, Organisation des Verbandes bis hin zu konkreten Projekten mit dem KJR (Generationenkonferenz, Respect in Geislingen, Weltkindertag GP)

Ein weiterer wichtiger Punkt in Bezug auf die Unterstützung der Mitgliedsverbände stellte das Fortbildungsprogramm des KJR in Kooperation mit dem Kreisjugendamt und dem Haus der Familie Göppingen dar. An den insgesamt zehn vom KJR durchgeführten  Veranstaltungen nahmen rund 110 TeilnehmerInnen teil.

Im Jahr 2005 wurde ein neuer Verband,  der Donzdorfer Jugendring, in den KJR aufgenommen.


Jugendpolitische Arbeit:
Der KJR veranstaltete im Jahr 2005 die Aktion "Wir schicken den Kreistag in die Ferien". Ziel dieser Aktion war es, Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung, die Bedeutung der kommunalen Jugendarbeit als Jugendbildungsarbeit und präventiver Arbeit hervorzuheben. Hier bei wurden über 30 Angebote der Jugendarbeit in den Sommerferien von ca. 25 Abgeordneten des Kreistags, des Jugendhilfeausschusses und der Landkreisverwaltung besucht.
Darüber hinaus bot die Aktion Anknüpfungspunkte für Verbandsspezifische Anliegen an Politiker und Verwaltungsvertreter.
Die Resonanz war sehr positiv. Daher wurde auf der Delegiertenversammlung im November beschlossen, diese Aktion auch im Jahr 2006 zu veranstalten.

Der KJR beteiligte sich an den Bundestagswahlen 2005 in zweifacher Weise. Es wurde eine Plakataktion ins Leben gerufen und eine Erstwählerbroschüre in Kooperation mit den Stadtjugendringen Geislingen und Göppingen als auch dem Jugendgemeinderat Geislingen erstellt. Diese wurde an allen Oberstufen der Gymnasien des Landkreises verteilt (Auflage 10000 Stück).

Der KJR beteiligte sich im Jahr 2005 an über 30 Arbeitskreistreffen auf Landkreisebene (z.B. Jugendhilfeplanung, Hauptamtlichentreff, AK Jungen, AK Jugendarbeit)


Zusammenschluss Freier Träger (ZSFT):
Der KJR ist Mitglied im Zusammenschluss der Freien Träger im Landkreis Göppingen. Dieser Zusammenschluss vertritt über 20 Freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe auf der Landkreisebene. Die Themen des ZSFT umfassen hauptsächlich die der Hilfen zur Erziehung, also nicht primär die der Jugendarbeit. Trotzdem war und ist es dem Vorstand wichtig, dass der KJR dort vertreten ist, um die politische Lobbyarbeit für Kinder und Jugendliche voranzutreiben.


Jugendhilfeausschuss (JHA):
Ein Ziel des Kreisjugendrings ist es, die Interessen von Kindern und Jugendlichen auf politischer Ebene zu vertreten. Der JHA ist mit dem Kreistag das wichtigste jugendpolitische Gremium auf der Landkreisebene. Der KJR stellt drei der insgesamt 15 stimmberechtigten Mitglieder des JHA. Der KJR war bei allen fünf Sitzungen des Ausschusses mit seinen stimmberechtigten Mitgliedern vertreten.
Die gewählten Mitglieder des KJR, als auch deren Stellvertretungen, trafen sich vor jeder Ausschusssitzung zu einer Vorabbesprechung. Seit  Mitte des Jahres 2004 werden mit den anderen drei Jugendhilfeausschussmitgliedern der Freien Träger gemeinsame Vorbereitungstreffen abgehalten.

Im letzten Jahr wurden auf Initiative des KJR und der Freien Träger mehrere Anträge im JHA gestellt:

> Kriterienkatalog zur Jugendhilfeplanung
> Auswirkungen des SGB II und XII auf die Kinder- und Jugendhilfe
> Aufhebung der Deckelung von Zuschüssen des Landkreises an soziale Einrichtungen
> Bericht über die Umsetzung des neuen Tagesbetreuungsausbaugesetzes auf Landkreisebene
> Stellungnahme zum Bestreben des Landkreistages zur Abschaffung der Jugendhilfeausschüsse
> Klärung der Anwendbarkeit der Vorschriften der Landkreisordnung in Bezug auf die Befangenheit der Freien Träger im JHA


Spielmobil:
Das Spielmobil hatte im Jahr 2005 41 Einsatztage. Die Einsätze reichten von Familienfesten, Firmenausstellungen über Schuleinsätze bis hin zu einem einwöchigen Einsatz in der Spielstadt Rainbow City.
Um die Einsatztage zu erhöhen erfolgte eine Werbeaktion bei allen Autohäusern im Landkreis. Hierzu wurde ein Spielmobilflyer entworfen der auch für weitere Werbemaßnahmen zur Verfügung steht.

Die gesamten Spielmobileinsätze waren nur möglich durch das sehr große Engagement von einer Vielzahl von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, welche die Einsätze weitestgehend selbstverantwortlich durchführen. Für die Qualifizierung der SpielmobilmitarbeiterInnen wurde im Frühjahr 2005 ein Fortbildungsseminar veranstaltet an dem 13 "Spielmobiler" teilnahmen. Hierbei wurde das einheitliche Auftreten der "Spielmobiler" mit einem grünen T-Shirt samt Aufdruck beschlossen.


Verleih:
Der Verleih von Zeltmaterial, KFZ, Spielmobil und Hüpfburg ist eine elementare Dienstleistung des Kreisjugendrings für dessen Mitglieder.
Im Jahr 2005 wurde ein neues SG 3000 angeschafft und das Spielmobil in einem neu erworbenen Autoanhänger (Wert 3000 €) untergebracht.
Darüber hinaus wurde ein Innenspielmobil (Regenkiste) im Wert von rund 1000 € erworben.

 

Der Kreisjugendring 2005 in Zahlen:


Delegiertenversammlungen: 3
Verwaltungsratssitzungen:  3
Vorstandssitzungen:  9
Vorstandsseminare:  1

Praktikumsmonate für Menschen aus dem Christophsbad: 8 (2004: 5)

Beantragte Zuschüsse (nur Landesjugendplan):  ca. 25900 €
Weitere Zuschüsse für Projekte (JUZIF):   ca.   5000 €
Projekte im Auftrag des Jugendamtes:    ca. 11000 €


Einsatztage Verleih:
Spielmobil:  41 (40)
Innen-Spielmobil: 12 (0)
Hüpfburg:  22 (20)
Schminkkoffer: 10 (7)
Sprinter:  109 (142)
Scudo:  99 (118)
SG 30:  148 (159)
SG 20:  292 (474)
SG 12:  29 (41)


Zugriffe auf die Vereinshomepage: ca. 38000 Hits (12000)
Zugriffe auf die JUZIF-Seite:  ca. 20000 Hits (0)

Versand von 11 Newslettern an über 100 Empfänger im Landkreis

Zeitungsartikel:    22

Geleistete Arbeitsstunden über die Jugendgerichtshilfe: 132 Stunden (376)

 
Ehrenamtliche MitarbeiterInnen:


Vorstand:

Vorsitzender:  Martin Reißmüller bis 08.11.2005
   Volker Landskron seit 08.11.2005
Stellvertreter: Martin Hägele
   Achim Kuhn
Beisitzer:  Rudi Ebert
   Herbert Rapp


Verwaltungsrat:

Albrecht Bosch, CDU Kreisverband
Rudi Ebert, Vorstand
Ulrike Haas, Bündnis 90/ Die Grünen
Martin Hägele, Vorstand / Jugendrotkreuz
Lothar Hilger, Kreisjugendamt
Friederike Kapphan, SPD
Achim Kuhn, Vorstand / BDKJ
Volker Landskron, CVJM
Ulrich Langer, FDP/DVP
Robert Lay, Freie Wähler
Marc Noller, Stadtjugendring Göppingen
Irene Nowotny, BDKJ
Herbert Rapp, Vorstand / Naturfreundejugend
Wolfgang Rapp, CDU Kreisverband
Martin Reißmüller, Vorstand
Hans-Jörg Sautter, Sportkreisjugend
Holger Schrag, Stadtjugendring Geislingen


Vertreter des KJR im Jugendhilfeausschuss:

2005:     
Rudi Ebert    
Herbert Rapp   
Martin Reißmüller  

ab 2006:
Rudi Ebert
Volker Landskron
Herbert Rapp

Stellvertreter:
2005:

Martin Hägele   
Volker Landskron   
Holger Schrag   

ab 2006:
Martin Hägele
Achim Kuhn
Holger Schrag


Geschäftsstelle:

Geschäftsführer: Thomas Franz

Sekretariat:  Irmgard Knödler

Praktikanten:  Meike Teske (bis März 2005)
   Johannes Kraus (Febr. bis Juli 2005)
   Dennis Kieschke (Dez. 2005 bis Febr. 2006)

Zivi:   Thomas Haag (bis Januar 2005)
   Bastian Karschewski (bis Sept. 2005)
   Stephan Zimmermann (ab Okt. 2005)

Spielmobil:  Kai Flogaus, Stefan Zimmermann und 15 MitarbeiterInnen



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