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Geislingen hilft der kleinen Maja Drucken E-Mail
In eigener Sache
Geschrieben von: Holger Schrag   
Mittwoch, 01. Juli 2009 um 15:56 Uhr

Am Samstag, dem 11. Juli, findet eine Typisierungsaktion in der TVA-Halle statt

Oberbürgermeister Wolfgang Amann, Dekanin Gerlinde Hühn und Stadtrat Peter Maichle übernehmen die Schirmherrschaft für die “Rettungsaktion für Maja”. Jeder kann helfen.

Maja Bergmann, GeislingenImmer mehr Menschen in Geislingen setzen sich voller Energie für Maja ein, das kleine Mädchen, das an der tückischen Krankheit akute myeloische Leukämie erkrankt ist und dringend einen Stammzellenspender benötigt (wir berichteten).

In Altenstadt hat sich innerhalb kurzer Zeit eine Initiativgruppe gebildet, die sich für die Dreijährige unglaublich ins Zeug legt, allen voran Irina Schmid. Die Altenstädterin, die selbst Mutter eines Kindes im Jugendheim-Kindergarten ist, kennt Maja und deren Familie von dort. Nachdem sie vor etwa zwei Wochen dem Kind mit seiner Mutter zufällig begegnet ist, drängte es sie, irgendetwas zu unternehmen. Deshalb hat sie Pfarrer Christoph Wiborg und dessen Kollegin Ulrike Knapp sowie weitere Kindergartenmütter angesprochen und sich mit der “DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei” in Verbindung gesetzt.

Damit hat die aktive Frau einen Stein ins Rollen gebracht, der zurzeit dabei ist, eine Lawine an Hilfsbereitschaft auszulösen.

Dieser Tage wurden bei einem offiziellen Pressetermin drei Schirmherren für die Typisierungsaktion, der Termin dafür, der Ort und ein Spendenkonto vorgestellt. Die Vertreterin der DKMS, Maria Kostoglou, zeigte sich beeindruckt von diesen “Hochgeschwindigkeitsvorbereitungen”, die sie so noch nie erlebt habe.

 

Es sind Dekanin Gerlinde Hühn, Oberbürgermeister Wolfgang Amann und Stadtrat Peter Maichle, die allesamt ohne zu zögern bereit waren, die Schirmherrschaft für die Typisierungsveranstaltung am Samstag, dem 11. Juli, in der TVA-Halle zu übernehmen.

Aber auch sonst rennen die Organisatoren offene Türen ein: Innerhalb weniger Tage stellte die Kreissparkasse das kostenlose Spendenkonto zur Verfügung, für die Benutzung der TVA-Halle muss nichts bezahlt werden, vom Deutschen Roten Kreuz Geislingen kommen 20 freiwillige Helfer, für Verwaltungsaufgaben wie Anamnese und das Unterschreiben der “Einverständniserklärung” erklären sich 40 Ehrenamtliche bereit, die von der Initiativgruppe organisiert werden.

Ausführlich erklärte Maria Kostoglou am Mittwoch den Mitgliedern der Initiativgruppe, den Schirmherren und Pressevertretern die Wichtigkeit sowohl von Blut- als auch von Geldspenden.

Bei der Typisierungsaktion werden den potenziellen zukünftigen Spendern etwa fünf Milliliter Blut aus der Armvene entnommen und später in einer aufwendigen Laboruntersuchung auf Gewebemerkmale untersucht und in der Knochenmarkspenderdatei auf Dauer gespeichert. Damit wird nicht nur die Wahrscheinlichkeit erhöht, für Maja einen Stammzellenspender zu finden, dessen Merkmale mit denen des Kindes möglichst identisch sind, sondern für Betroffene auf der ganzen Welt.

Allerdings kostet jede einzelne Laboruntersuchung 50 Euro. Darum, das betonte die DKMS-Repräsentantin, sind Geldspenden genauso “lebenswichtig” wie die Bereitschaft zum Stammzellenspenden. Weil nicht jeder Blutspender dieses Geld selbst aufbringen kann oder will, appellieren die Schirmherren und alle Beteiligten der Altenstädter Initiativgruppe an Privatleute und Firmen, Organisationen und andere Gruppen, sich auf dem extra eingerichteten Spendenkonto für die Rettung Majas einzusetzen.

Info

Kontonummer des Spendenkontos: 490 064 05 bei der KSK Göppingen (BLZ 610 500 00). Info-Flyer mit Überweisungsträgern wurden von der Initiativgruppe an zahlreichen öffentlichen Stellen ausgelegt.

@ http://www.dkms.de

Claudia Burst, Geislinger Zeitung


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